Ab heute: Das Literaturfestival „Stuttgart liest ein Buch“ #sleb17

Am Dienstag geht es los: Stuttgart liest ein Buch #sleb17 #stuttgart #shidabazyar

A post shared by Wolfgang Tischer (@literaturcafe.de) on

Knapp ein Jahr haben wir nun in die Organisation von „Stuttgart liest ein Buch“ gesteckt und jetzt geht es endlich los. Rund um den Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar gibt es in den nächsten zehn Tagen 36 Veranstaltungen: Lesungen, Werkstattgespräche, Workshops zum Augenbrauenfadenzupfen, Filmvoführungen und so viel mehr. Ein ganzes dickes Heft davon.

Es ist viel tolles dabei und es ist so viel, dass man gar nicht überall teilnehmen kann. Ich kann nur empfehlen, alle Veranstaltungen durchzugucken und komme nicht umhin, auf die beiden Dinge, herauszuheben, an denen ich hauptsächlich beteiligt war.

Mixed Martial Ausländer, eine Literaturintervention im Gerber

Die Stadt wird bereichert von dem, was uns Shida Bazyar zu sagen hat. Aber was sagt die Art, wie wir sie betrachten über uns? Um gar nicht erst in Gefahr zu kommen, die Herkunft der Autorin als Sensation für gelangweilte, schönwetter-liberale Hipster misszuverstehen, starten drei deutsche Ausländer eine literarische Intervention im Gerber.

Der Stuttgarter Alibirusse und Poetry Slam Macher Nikita Gorbunov und der Münchner halb-japanische. halb-deutsche Bühnenpoet Andivalent treffen auf die Slammerin und Schauspielerin Fatima Talalini aus Dortmund, die mit Ihrem Doppelmigrationshintergrund Halb-Polin-Halb-Syrerin alles zervielfaltet, was sich ihr in den Weg stellt.

Zusammen präsentieren die drei einen Borschtsch der Wortkunst. Das Programm enthält rasante Bühnenprosa, innige Poesie und Scharfsinn mit extra Scharf. Garniert mit Publikumsfragerunden und einer Eroberung des öffentlichen Raums über die Stadtkaufhaus-Sprechanlage, halten die Mixed Martial Ausländer sich selbst und den Zuschauenden etliche Spiegel vor. Und sie können gut Deutsch. Und SIE können auch gut Deutsch. Alle können gut Deutsch. Und haben Spaß daran.

Dienstag, 24. Oktober im Gerber, um 16:00 Uhr und um 18:00 Uhr jeweils eine Stunde. Eintritt frei.

Die Laden-Lese-Tour: Der gesamte Roman in neun Stunden an neun Tagen an neun Orten.

Omid-Paul Eftekhari, Johanna Maria Zehendner, Chantal Busse und ich lesen den kompletten Roman an neun verschiedenen Orten für jeweils eine Stunde. Wer will, kann sich das ganze Buch an neun Tagen vorlesen lassen, nebenbei einen Laden kennenlernen und mit anderen ZuhörerInnen ins Gespräch kommen. Wir haben es mit dieser Aktion auf die Shortlist des Orbanism Awards geschafft und wollen nun euch von diesem Buch begeistert. Die Tourdaten gibt es hier.

Was immer euch interessiert, ich hoffe euch in den kommenden Tagen bei Stuttgart liest ein Buch zu sehen. Mit Buch.

 

Hörbuch: Hier bin ich von Jonathan Safran Foer, gesprochen von Christoph Maria Herbst

Hörstoff: Hier bin ich bin Jonathan Safran Foer, gelesen von Christoph Maria Herbst. #amlistening #hoerbuch #argon

A post shared by Fabian Neidhardt (@jahfaby) on

Der erste Satz aus Hier bin ich:

Zu Beginn der Zerstörung Israels überlegte Isaac Bloch, ob er sich umbringen oder ins jüdische Seniorenheim gehen sollte.

Jacob und Julia haben drei Kinder, sich aber sonst ziemlich weit auseinandergelebt. Jacob schreibt für eine Fernsehserie, die er scheiße findet und scheitert an seinem Herzensprojekt und an seiner Ehe. Und dann kommt dieses Erdbeben und zerstört Israel.

Ähnlich konfus wie diese Inhaltsangabe ist auch der Roman selbst. Während ich in der ersten Hälfte der langsamen Demontage der Ehe von Jacob und Julia zugucke, die zwar besonders in den Dialogen mit sehr viel Feinheit gezeigt wird, mit aber generell viel zu lange dauert, geschieht in der zweiten Hälfte des Romanes so viel, dass ich kaum hinterher komme.

Für mich versucht Jonathan Safran Foer, zwei Geschichten in eine zu packen. Zwei Geschichten, die so unterschiedlich sind, weil die erste Atmosphäre und Gedankenwelt erzählt und die zweite so viel Plot hat, dass er kaum unterkommt in seiner zugeteilten Hälfte des Romanes. Während ich im ersten Teil wohl aufgehört hätte, wenn ich nicht das Hörbuch auf den Ohren gehabt hätte, hätte ich den zweiten Teil gerne ausführlicher gehabt. Als Einheit lässt mich der Roman einigermaßen verwirrt zurück.

Christoph Maria Herbst als Sprecher verstärkt dieses Gefühl leider. Weil Christoph Maria Herbst für mich nicht nur Stromberg, sondern auch der Hörbuchsprecher von Tommy Jaud ist. Wenn ich ihn sehe oder höre, dann erwarte ich Comedy. Dann grinse ich in freudiger Erwartung, selbst, wenn ich wie in diesem Fall weiß, dass das Buch nicht primär lustig ist. Dann warte, warte, warte ich und bin irritiert, weil eben nicht der große Witz kommt.

Was Christoph Maria Herbst extrem gut kann, sind die Dialoge. Das, was Jonathan Safran Foer vorschreibt, setzt Herbst so genau und genial um, dass ich ihm sehr gerne zuhöre. Wenn es dann in die Gedankenwelt von Jacob geht, ermüdet mein Interesse.

Vielleicht muss ich mich sowohl an Jonathan Safran Foer als unkonventionellen Autoren, als auch an Christoph Maria Herbst als Sprecher seriöser Romane gewöhnen. Nicht falsch verstehen. Ich mochte das Buch und den Sprecher irgendwie. Aber beide lassen mich einigermaßen verwirrt zurück.

Hier bin ich von Jonathan Safran Foer wurde übersetzt von Henning Ahrens, das Hörbuch wurde gesprochen von Christoph Maria Herbst und erschien bei Argon. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Verlosung: Sieben Minuten nach Mitternacht, ab 19. Oktober für zuhause.

Ist doch schön, wenn man DVD gucken als arbeiten vorschieben kann #presseexemplar #studiocanal #siebenminutennachmitternacht

A post shared by Anette Leister (@anette1809.katzemitbuch) on

Als Sieben Minuten nach Mitternacht ins Kino kam, war ich ziemlich positiv überrascht von dieser Geschichte über Conor, den Jungen, der irgendwie mit der Krebserkrankung seiner Mutter klarzukommen versucht.

Guter Film, gutes Buch auch, aber darüber rede ich ein ander Mal. Aber nicht nur der Geschichte wegen, Sieben Minuten nach Mitternacht ist ein gut gespielter und gut gemachter Film, eine würdige Interpretation des Romanes. Nun gibts den Film für zuhause, ab 19. Oktober als DVD, Blu-ray und digital. Studiocanal hat mir ein Rezensionsexemplar der DVD zur Verfügung gestellt.

Ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine DVD eingelegt habe. Ich weiß nichtmal, wann ich das letzte Mal das DVD-Laufwerk meines Rechners benutzt habe. Und ich habe echt vergessen, wie das damals war, wie lange ich mir Trailer und Vorspanne und animierte Menüs ansehen muss, bevor ich den Film ansehen kann. Streaming hat in der Hinsicht sehr viel einfacher gemacht.

Was aber aber in noch keinem Streamingdienst vorhanden ist, sind die Audiokommentare. Ich weiß nicht, warum, weil es ja genauso einfach einzubinden wäre, wie die unterschiedlichen Sprachen. Aber solande das nicht so ist, machen Bonusfeatures und eben diese Kommentare DVD und Blu-ray für mich bis heute so essentiell. In diesem Fall gibt es gleich zwei Audiokommentare, einmal von Patrick Ness, dem Autor des Buches und des Drehbuches und von Regisseur J.A. Bayona. Ich denke, sie haben nicht einen Kommentar zusammen aufgenommen, weil Bayona spanisch und Ness englisch sprechen, beide jeweils deutsch untertitelt. Während Ness mehr auf die Entstehungsgeschichte eingeht und Anekdoten vom Dreh erzählt, ist Bayona mehr der Professor, der die Metaebene erklärt und erläutert. Im besten Fall schaut man sich den Film also dreimal an. Lohnt sich!

Sieben Minuten nach Mitternacht gibts ab 19. Oktober als DVD, Blu-ray und digital.

Verlosung:

Studiocanal hat mir eine DVD, eine Blu-ray, das Hörbuch zum Film (gesprochen von Maria Furtwängler) sowie drei Filmplakate zur Verfügung gestellt. Es gibt also drei Pakete.

Schreibt mir eine Mail (oder einen Kommentar) mit eurer Adresse und sagt mir, was ihr am liebsten hättet (ohne Garantie) und: Kauft ihr noch DVDs oder Blu-ray? Und warum?

Der Zufall entscheidet. Einsendeschluss ist Donnerstag, 19. Oktober, 12 Uhr. Dann gehen die Pakete direkt raus. Die Adressen werden für nichts anderes verwendet und direkt danach wieder gelöscht. Viel Erfolg!

Buch: Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman

Lesestoff: Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman. #amreading #eichborn

A post shared by Fabian Neidhardt (@jahfaby) on

Sich zwischen den vielen Mythen aus aller Welt zu entscheiden ist nicht weniger schwer, als zwischen verschiedenen Küchen der Welt zu wählen.

Ich lese gerne Romane von Gaiman, mag seine ebenso seine Vorlesungen und seine Ansichten. Dennoch gibt es Bücher von ihm, die ich nicht lese, weil mich das Thema nicht interessiert. Bei diesem war ich kurz davor, die Finger davon zu lassen. Ich habe früher gerne und viele Mythen und Sagen gelesen und mag neuere Geschichten mehr. Aber ich weiß, wie gerne Gaiman mit den Mythen arbeitet, wie ganze Romane auf ihnen basieren. Und dachte, was soll’s, probieren wir es.

http://wasuebrigbleibt.tumblr.com/post/164172351527/ich-stellte-mir-lange-winternächte-vor-vielleicht

http://wasuebrigbleibt.tumblr.com/post/164172351527/ich-stellte-mir-lange-winternächte-vor-vielleicht

Diese Geschichtensammlung ist kein ein literarisches Meisterwerk und vor allem keine Geschichte, die wir nicht schon auf die ein oder andere Art gehört haben. Dennoch habe ich das Buch sehr gern gelesen. Es wärmt die Seele und hat mich daran erinnert, warum ich so gerne Geschichten erlebe und selber erzähle.

Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman wurde übersetzt von André Mumot und erschien bei Eichborn. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.09

Roman: Das Auge des Zoltars von Jasper Fforde

Lesestoff: Das Auge des Zoltars von Jasper Fforde. #amreading #one #jenniferstrange

A post shared by Fabian Neidhardt (@jahfaby) on

Der erste Satz in Das Auge des Zoltars:

Zunächst mussten wir den Trafalmosauraus einfangen.

Jennifer Strange ist wieder da. Wieder ein Jahr älter, immer noch bei Kazam und natürlich gibt es neue Probleme. Aber hej, deshalb sind sind wir ja hier. Deshalb lesen wir die Bücher. Jasper Fforde nimmt uns mal wieder mit in diese absurde Welt, die mich immer wieder an Terry Pratchett und Neil Gaiman erinnern.

Ganz egal, was die Geschichte ist, es bereitet mir gute und kluge Unterhaltung, Jennifer Strange bei ihren Abenteuern zu begleiten. Es ist nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Deshalb: Gerne wieder.

Wer Pratchett und Gaiman mag, wird auch hier seine Freude haben, egal welchen Alters. Aber ich würde beim ersten Band einsteigen. Und noch eine gute Nachricht: Entgegen früherer Behauptungen ist das hier nicht der letzte Teil. Fforde schreibt, dass es mindestens vier Teile geben wird. Derzeit soll danach dann Schluss sein. Mal sehen.

Das Auge des Zoltars von Jasper Fforde wurde übersetzt von Katharina Schmidt und Barbara Neeb und erschien bei One. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

 

 

Zu Gast beim Forum der Autoren am 5. Oktober im Stuttgarter Schriftstellerhaus

Was das Masterstudium Literarisches Schreiben in Hildesheim mit dem Schreiben macht. Kommt vorbei!

A post shared by Fabian Neidhardt (@jahfaby) on

Das Stuttgarter Schriftstellerhaus hat mich zum Forum der Autoren eingeladen. Dort erzähle ich, was das Studium Literarisches Schreiben in Hildesheim mit mir und mit meinem Schreiben gemacht hat. Kommt rum!

Donnerstag, 5. Oktober 2017 um 19 Uhr 30 im Stuttgarter Schriftstellerhaus. Eintritt frei.

Über die AfD reden.

So sehe ich aus, wenn ich über die #AfD rede. Kein gutes Gespräch war das. Mehr darüber bald auf mokita.de

A post shared by Fabian Neidhardt (@jahfaby) on

Dieses Foto ist ein bisschen älter als ein Jahr. Ich saß auf einer Familienfeier neben einem meiner Onkels. Ich habe eine große Familie und wir nennen jeden in der Generation meiner Eltern Onkel und Tante. Er ist ein guter Mann, ein großartiger Geschichtenerzähler, ich unterhalte mich gern mit ihm. An diesem Tag sitzen wir nebeneinander und reden über dies und das und Politik. Und er sagt, „Früher habe ich die SPD gewählt, aber heute geht das nicht mehr.“ Ohne Hintergedanken, eher aus Höflichkeit als aus Interesse frage ich, „Und was wählst du jetzt?“ Und er sagt, „Die AfD.“ Ich sage, „Das ist ein Witz, oder?“ Und er schüttelt den Kopf. So ging es los. Eine lange, laute und hitzige Diskussion, bei der eben dieses Foto entstanden ist.

Dieses Gespräch beschäftigt mich seitdem. Ich weiß nämlich immer noch nicht, wie ich über die AfD reden muss/soll/kann. Ich weiß nur, dass ich es muss. Letztes Jahr habe ich für alle potenziellen AfD-Wähler das Wählsorgetelefon eingerichtet: 07032-2899226

Spoiler: Geht wählen, aber nicht die AfD. Wer dabei Hilfe braucht: Der Wahl-o-mat gibt Orientierung, wie die Parteien zu verschiedenen Dingen stehen. Dein Wal zeigt auf, wofür die Parteien im Bundestag wirklich gestimmt haben, ganz unabhängig davon, was sie versprechen.

Ich bin gespannt, was am Sonntag rauskommt.

 

literaturcafe.de-Podcast: Bücher, Buchpreis, Filme und zu preisende Hörbücher

Mein letztes Gespräch über Bücher mit Wolfgang Tischer ist von Mai. Zeit, sich mal wieder zusammenzusetzen, und zu reden. Diesmal über den Deutschen Buchpreis und zwei Bücher der Longlist: »Nach Onkalo« von Kerstin Preiwuß und »Wiener Straße« von Sven Regener, über die Verfilmung von »The Circle« und »Wunder« und über Hörbücher von Selim Özdoğan (»Capsaicin«) und Margaret Atwood (»Oryx und Crake«). Und dazwischen natürlich über alles andere. Hier könnt ihr einfach auf Play drücken, drüben bei literaturcafé.de gibts sogar Kapiteleinteilungen und alle Links. Viel Spaß!

Roman: Wiener Straße von Sven Regener

Lesestoff: Wiener Straße von Sven Regener. #amreading #galiani

A post shared by Fabian Neidhardt (@jahfaby) on

Der erste Satz aus Wiener Straße:

Die Tür fiel zu und es war zappenduster.

Ich kenne Sven Regener als Musiker, ich höre und sehe immer gern Element of Crime und ich glaube, dass unsere Meinungen über das Urheberrecht auseinandergehen. Was seine Bücher angeht, bin ich draußen.

Ich habe damals Herr Lehmann als Film gesehen und weiß, dass es die Lehmann-Trilogie gibt. Das war’s. Dazu kommt, dass ich zu jung und zu weit weg von der Wiener Straße in den 1980ern bin. Für mich ist das ein Straßenname ohne weitere Konnotation. Mit diesem Vorwissen bin ich an den Roman gegangen.

Zuerst funktioniert es super. Regener zieht mich in seine Welt, in die Gedanken, Gefühle und Dialoge seiner Figuren und schafft eine Atmosphäre, der ich gerne zusehe. Es ist absurd und skurril und trotzdem in so vielen kleinen Momenten so nah an meinen Gefühlen, dass ich das erste Drittel des Romanes oft grinsend dabei bin. Aber dabei bleibt es dann. Weil ich dann ahne, was sich am Ende bewahrheitet: Es gibt keine nennenswerte Story. Es gibt diese Atmosphäre, es gibt Dialoge, die mich immer wieder zum lachen bringen, aber nicht ändert sich. Nicht wird weitergeführt, sondern alles verharrt. Anfang und Ende sind lose gewählt und ich erhalte diesen kleinen Einblick in die Welt. Der ist am Anfang ganz witzig, aber dieser Witz trägt nicht bis zum Ende und vor allem nicht darüber hinaus.

Die Leute, die Regener besser kennen, sagen, dass es bei den anderen Romanen nicht anders ist. Das heißt für mich, Wiener Straße war ganz nett, aber ich muss keinen weiteren Ausflug in diese Welt machen.

Wiener Straße von Sven Regener erschien bei Galiani Berlin

Bericht: #Z2x17 – Das Festival von Zeit Online

#Z2X heißt Schlange stehen und fotografiert werden. Guten Morgen!

A post shared by Fabian Neidhardt (@jahfaby) on

Letztes Jahr war Z2x zum ersten Mal und ich war begeistert. Dann kam die Tour, die unter anderem in Stuttgart hielt und auf der ich über Unverbindlichkeit sprechen konnte. Die letzten beiden Tage fand die große Version in Berlin also zum zweiten Mal statt. Mit mehr Menschen und mehr Programm und vielen verbesserten Punkten, beispielsweise mehr Zeit zwischen den Veranstaltungen, zum reden und essen und sich kennenlernen. Für letzteres bin ich da, der Menschen wegen.

Mittlerweile fühlt sich Z2x für mich wie ein Familienfest an, bei dem man immer wieder ein paar bekannte Menschen trifft, die meisten von ihnen auch nur dort. Dazu lerne ich ein paar Menschen kennen, die ich bisher nur digital kannte. Und dann lerne ich auch ganz neue Menschen kennen. Und klar, nehme auch noch extrem viele Eindrücke, Information, Motivation und Hoffnung mit.

In diesem Sinne: Danke. Gerne wieder.

Dann bitte mit einem Eisstand und mindestens einem Workshop für Holzlöffelschnitzen. Oder Pizzabacken.

 

Auf der Longlist des Buchblog Awards 2017 #bubla17

Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal den Buchblog Award. Dieser Blog steht dabei zusammen mit wahrscheinlich allen anderen deutschen Buchbloggern/Bookstagrammern/Booktubern/Podcaster auf dieser Liste. Ihr könnt also für mich voten, denn per Vote entscheidet sich, wer auf die Shortlist kommt. Ihr könnt euch aber auch durch dieses breite Angebot an anderen Blogs klicken, neue Lieblinge entdecken und eure Lesezirkel erweitern. Das ist für mich das Spannende an diesem Projekt: Zu zeigen, wie vielfältig das Programm derer ist, die über Literatur berichten. Viel Spaß!

Roman: Rogue One. Eine Star Wars Story von Alexander Freed

Lesestoff: Rogue One, a Star Wars Story von Alexander Freed. #amreading #starwars #rogueone

A post shared by Fabian Neidhardt (@jahfaby) on

Der erste Satz aus Rogue One. Eine Star Was Story:

Galen Erso war kein guter Farmer.

Dies ist also der Halbsatz aus dem Vorspann von Star Wars Episode 4. Die Rebellen, die die Pläne des Todessterns klauen. Ich sah und mochte den Film, ich lese gern Filmbücher, warum also nicht das hier?

Vieles ist wie beim Vorgängerroman Der Auslöser: Es ist Fanservice, der in Deutschland viel zu spät auf dem Markt erschienen ist und der inkonsistente Übersetzungen auf dem Cover hat.

Im Gegensatz zum Auslöser gibt es hier aber einen Film dazu. Deshalb ist es total schön, die Story nochmal auf Papier zu erleben. Das sogar vertieft, weil man plötzlich all das Innenleben der Figuren viel genauer beschrieben bekommt, Momente gedehnt und gezeigt werden können, die im Film zu wenig oder gar keinen Platz gefunden haben. Das macht Spaß, das lässt die Geschichte besser erleben. Dazu kommt, dass ich diesen einen Tacken besser geschrieben finde, als Der Auslöser. Handwerklich feiner.

Auf der anderen Seite, es ist tatsächlich die exakte Story des Films. Selbst beim Dreh improvisierte Szenen sind hier eingearbeitet. Freed muss also direkt am Film entlanggeschrieben haben. Das heißt, es ist zwar vertieft, aber es gibt nicht wirklich neue Szenen. So ein paar kleine Add-Ons sind dabei, aber kein ’so hätte der Film auch sein können‘, kein alternatives Ende oder sonstwas. Und: Obwohl er handwerklich besser ist als Luceno, schafft Freed es nicht, den Rhythmus aus dem Film ins Literarische zu übertragen. Stellen, die im Film extrem gutes Timing haben und gut funktionieren, funktionieren im Buch nur, weil man davor den Film gesehen hat.

Schade, dass diese literarische Interpretation des Stoffes hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Hätte mehr werden können. Ist aber auch so eine schöne Sache, in dieser Geschichte, in dieser Welt zu schwelgen.

Rogue One. Eine Star Was Story von Alexander Freed wurde übersetzt von Andreas Kasprzak und erschien bei Penhaligon. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Straßenpoesie: Am 19.08 im Blutsgeschwister Stuttgart

Der L’aufbretzelsteg, Stuttgarts Blutsgeschwisterstore, wird zehn Jahre alt und das wird gefeiert. Mit Glitzer, Glamour und Konfetti. Mit Süßigkeiten und neuer Kollektion. Und mittendrin sitze ich, mit 60 Jahre alter Schreibmaschine und tippe euch Postkarten. Eure Worte, mein Kopf, eure Geschichte. Samstag, ab 16 Uhr. Kommt vorbei!

 

 

 

New Understanding: TEDxStuttgart am 23. September

Nachdem ich letztes Jahr meinen eigenen TEDxTalk in Stuttgart gehalten habe, wollte ich Teil des Teams sein, dass diese Veranstaltungen organisiert. Ein ehrenamtliches Team, die durch die Vision zusammengehalten werden, großartige Ideen zu verbreiten.

Mein Profession ist es, Geschichten zu erzählen. Also habe ich in den letzten Monaten zusammen mit anderen viele potentielle Speaker getroffen, spannende, interessante, herausfordernde Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Aus diesen haben wir neun Menschen herausgesucht, die am 23. September ihre TEDxTalks halten werden. Neun Ideen, die mit Autos, Trinkgeld, Kommunikation, Selbstbewusstsein, Essen, Gesundheit, Blickwinkeln, Demokratie und Musik zu tun haben und alle auf Ihre Art helfen, unsere Welt neu zu verstehen.

Bis es soweit ist, haben wir noch viel zu tun. Wir müssen die beste Bühne der Welt vorbereiten, und auch alles andere, das notwenig ist, um den Besuchern einen großartigen Abend zu verschaffen. Ich werde bis dahin noch mit den Speakern an ihren Talks arbeiten. Und ihr?

Holt euch Tickets. Glaubt mir, es lohnt sich.