Gewinnspiel: Hannes, ab 25.11. im Kino

Bei Rita Falk muss ich immer an Regiokrimi denken, was halt überhaupt nicht mein Genre ist. Dass sie mit Hannes einen Coming-of-Age-Roman geschrieben hat, ist vollkommen an mir vorbeigegangen.

Als Hannes nach einem Mottorradunfall ins Koma fällt, beschließt sein bester Freund, das Leben von Hannes weiterzuführen. Damit er weitermachen kann, wenn er wieder aufwacht. Falls er wieder aufwacht.

Jetzt gibts den Film dazu und das Ganze sieht nach einer Sache aus, die ich mögen könnte. Noch konnte ich ihn nicht sehen, aber Studiocanal und dtv haben mir ein paar Dinge zur Verfügung gestellt, die ich an euch verlosen darf. Es gibt zweimal ein Paket mit Buch, Hörbuch und Filmplakat.

 Schreibt mir eine Mail (Kommentare lass‘ ich nicht gelten) mit eurer Adresse und sagt mir, welche Geschichte über Freundschaften euch so richtig berührt hat.

Gewinnspiel: Ein Junge namens Weihnacht, ab 18.11. im Kino

Ein Junge namens Weihnacht basiert auf einem Buch vom Matt Haig, der Anfang des Jahres mit der Mitternachtsbibliothek ziemlich für Aufmerksamkeit gesorgt hat, und ist produziert von den Leuten, die auch Paddington gemacht haben. Selbst bei den Schauspieler:innen gibt’s einige bekannte Gesichter.

Ich konnte den Film leider noch nicht sehen, aber Studiocanal und dtv haben mir ein paar Dinge zur Verfügung gestellt, den ich an euch verlosen darf. Es gibt ein Paket mit 2 Freikarten, Buch, Hörbuch (gelesen vom wunderbaren Rufus Beck) und Filmplakat.

 Schreibt mir eine Mail (oder einen Kommentar) mit eurer Adresse und sagt mir, welchen Film ihr am liebsten in der Weihnachtszeit seht. Vorbei.

Einsendeschluss ist Donnerstag, der 18. November, 12 Uhr. Der Zufall entscheidet, dann geht direkt raus. Die Adressen werden für nichts anderes verwendet und direkt danach wieder gelöscht. Viel Erfolg!

Bericht: Lesung von Benedict Wells und Jakob Brass in Stuttgart am 6.11.21

Wolfgang sagt, „Benedict Wells liest im Wizemann in Stuttgart. Willst du mit mir hingehen?“ Ich so, „Klar.“

Benedict ist nur ein Jahr älter als ich und ich konnte seiner Karriere aus der Ferne (immer Mal wieder auch neidisch) zusehen. Und spätestens, seit er im April ein paar wunderschöne Worte über „Immer noch wach“ geschrieben hat, ist er der Beste.

Das letzte Mal war ich 2017 bei T.C. Boyle bei einer Lesung im Wizemann. Ein großer Saal voller euphorischer Menschen und ein großartiger Abend, damals. Diesmal auch, nur mit Maske.

In Konzertmanier ist der Einlass verzögert, aber trotz aller Kontrollen sehr flüssig und reibungslos. Mit freier Platzwahl und früh genug da sein sitzen wir in der zweiten Reihe in der Mitte. Auf der Bühne eine Mischung aus Wohnzimmer und Kinokasse, mit Filmrollen und Postern und Wohnzimmerlampen und Popcornmaschine und altem Kinoschild.

Jakob Brass kommt auf die Bühne und spielt eine Acoustic-Version von Springsteens „I’m on fire„, warm und sanft und gefühlvoll. Danach holt er Benedict Wells auf die Bühne und der Saal jubelt und applaudiert, bis er sagt, „wir haben doch noch gar nichts gemacht!“

Ich habe Benedict nie kennengelernt, und mein Bild war, dass er selten Interviews gibt, eher schüchtern ist und sich bedeckt hält. Auf der Bühne aber steht ein Mann, der richtig Spaß hat und all das genießt. Keine Rampensau, aber jemand, der eine sehr gute Zeit hat.

Er zeigt uns seine Sneaker (so nah an „Zurück in die Zukunft, wie möglich, viel zu teuer und zu klein), Jakob und er erzählen ein bisschen was und wir lachen schon zum ersten, zweiten, dritten Mal. Von Anfang an findet alles auf der Bühne und irgendwie auch im Saal auf Augenhöhe statt. Trotz Maske und Abstand ist sofort ein Raum da, in dem wir uns wohlfühlen können.

Benedict erzählt von der Entstehung von Hard Land und erwähnt dabei seine Inspirationen und Vorbilder, wie Joey Goebel, Stephen Chbosky und Wolfgang Herrndorf, aber auch John Hughes, John Cusack und die „Zurück in die Zukunft“-Reihe.

Nach seinen Lesepassagen steigt Jakob mit der Musik ein, manchmal eigene Songs aus dem neuen Album „Circletown“, manchmal eigene Versionen typischer 80er-Songs, wobei es nie einfach ein abwechselndes Programm ist, sondern immer mehr Soundtrack zu der Szene, die wir gerade gehört haben.

Irgendwann lässt Benedict das Publikum Fragen stellen und ich bin schon bereit, dass die Show gleich zu Ende sein wird. Stattdessen geht es danach einfach weiter. Wie simpel es ist, diese alte Struktur von Lesungen aufzubrechen, aber unglaublich erfrischend.

Am stärksten wird der Abend dann, wenn Benedict seine Unsicherheiten zeigt. Wenn er beispielsweise von seinem jahrelangen Kampf mit seinen Texten erzählt, die er immer noch nicht so gut findet, wie sie sein könnten. Oder wenn er eine Passage liest und dann bemerkt, dass er einen Teil vergessen hat. Oder, wenn er sich ganz am Ende bedankt und die letzte Passage liest, das Publikum applaudiert und Jakob seine langsame Akustikversion von Green Days „Good Riddance (Time of your life)“ spielt und den zweiten Refrain plötzlich Benedict singt.

Er ist unsicher und tatsächlich kein geborener Sänger und er sieht auch danach so aus, als hätte er das nur getan, weil er eine Wette verloren hat. Aber dieser Mut, sich an diesem Abend regelmäßig so verletzlich zu zeigen, macht diese Show so großartig.

Die Schlange am Merch-Stand ist viel zu lang und Elena von Emerald Notes erzählt später, dass sie noch bis nach Mitternacht dort standen. Da bin ich schon längst wieder zu Hause, beseelt und positivst überrascht. Danke dafür.

Benedict Wells und Jakob Brass sind noch bis 15. November unterwegs, vielleicht bekommt ihr noch Tickets. Es lohnt sich.

Buch: Dein Bücherregal verrät dich von Grant Snider

Ich gestehe: Ich liebe Bücher.

Der erste Satz aus Dein Bücherregal verrät dich.

Als literaturaffiner Mensch kam man in den letzten Jahren nicht an Grant Snider und seinen Zeichnungen vorbei.

Snider schafft es, seine Liebe für Bücher und Geschichten immer wieder neu in tolle Zeichnungen und Comics zu packen, die regelmäßig in den sozialen Medien auftauchen. Jetzt gibt es also eine Sammlung, ein best-of dieser Comics in einem Buch. Übersetzerin Sophia Lindsey hat dabei einen ziemlich guten Job gemacht, im besten Sinne schafft sie es, die Bilder und das Gefühl ins Deutsche zu übertragen. Nur an einigen wenigen Stellen stolpere ich über die Übersetzungen oder die Entscheidungen, die sie trifft.

Insgesamt ist das ein ziemlich nettes Buch geworden, in dem ich mich Bild für Bild verlieren kann und dankbar bin, mit meiner Liebe zu Büchern nicht allein zu sein. Ein Buch zum immer wieder drin blättern und schmunzeln.

Dein Bücherregal verrät dich von Grant Snider wurde übersetzt von Sophia Lindsey und erschien bei Penguin. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Bericht: Lesung im Kapitel10 in Zürich am 30.10.21

Erste Lesung in der Schweiz! Andreas von der Buchhandlung Kapitel10 schrieb Haymon eine begeisterte E-Mail und ein paar Monate später darf ich im Rahmen von Zürich liest in dieser kleinen Buchhandlung sitzen und aus Immer noch wach lesen.

Eine feine Auswahl an Büchern, ein Inhaber, der sich sehr schnell eine Stammkundschaft aufgebaut hat, und eine Bühne, die im restlichen Jahr das Schaufenster ist. Der Raum ist so voll, wie er sein kann, alle haben ein Getränk und blättern in den Büchern, die sie umgeben. Viele begrüßen mich, als würden wir uns kennen. Und so fühlt sich auch der Abend an.

Andreas stellt mich vor und stellt die ersten Fragen. Wir reden gutgelaunt und von Anfang an ist die Stimmung familiär, auf Augenhöhe. Ich erzähle von mir und vom Buch, vom Prosaroboter und vom Geschichtenerzählen grundsätzlich. Ich lese, wir lachen und der offizielle Teil des Abends ist superschnell vorbei.

Danach widme und signiere ich, erfahre die Vornamen sehr vieler Gäst:innen und gebe ihnen jeweils einen Text aus dem Prosarobotr mit, während sie mir erzählen. Toni ist doppelt so alt wie ich und erzählt von seinem Bruder, den er mit 24 an Krebs verloren hat. Peter ist Anwalt, aber eigentlich erzählt auch er gern Geschichten. Und Rosmarie, eine ältere Frau mit kurzen, grauen Haaren, saß bei der Lesung vorne links und sie hat so laut und herzlich gelacht, dass ich mir manchmal nicht sicher war, ob sie über meine Geschichten oder über mich lacht. Aber dann kommt sie am Ende zu mir, bedankt sich und sagt, dass sie lange nicht mehr so einen unterhaltsamen Abend hatte.

Ich sage „Danke“. Und „Dafür mache ich das“. Ich sage das oft an diesem Abend und meine es jedes Mal ernst. Am Ende sitzen wir noch zu viert in der Buchhandlung, bis ich mich auch irgendwann auf den Weg zum Hotel mache, den Nachgeschmack eines wunderbaren Abends bis jetzt noch im Herzen. Danke. Dafür mache ich das. Immer wieder gern.