Roman: High Fidelity von Nick Hornby

My desert-island, all-time, top five most memorable split-ups, in chronological order: 1. Alison Ashworth 2. Penny Hardwick 3. Jackie Allen 4. Charlie Nicholson 5. Sarah Kendrew.

Der erste Satz aus High Fidelity

Kurz nachdem der Film mit John Cusack rauskam, habe ich High Fidelity zum ersten Mal gelesen und fand es schon damals grandios, wie auch den Film. Ich mochte Rob und sein Leben als Besitzer eines Plattenladens, wollte nie mit ihm tauschen, aber gern mit ihm befreundet sein. Jetzt, knapp 20 Jahre später, habe ich mir nicht nur die Serie (mit Zoë Kravitz in der Hauptrolle, ich schrieb kurz drüber) angesehen, sondern diesmal das Buch im Original gelesen.

Klar gibt es ein paar Dinge, die sich in den 25 Jahren seit der Veröffentlichung geändert haben (und die die Serie sehr sauber ausgebügelt hat), Dinge, die wohl auch Nick Hornby heute anders schreiben würde. Dennoch bleibt High Fidelity ein großartiges, witziges Buch mit einer schönen Geschichte, mit viel Musik und einigen Momenten, die mich berühren. Manchmal trügen Erinnerungen und wenn man Bücher, Filme, Serien oder Spiele nach langer Zeit wieder konsumiert, ist man enttäuscht. Hier überhaupt nicht, das macht mich sehr froh.

High Fidelity von Nick Hornby erschien (unter anderem) bei Penguin.

Abschicken: Folge 3 – Streaming-Setups

Corona zwingt uns, viele Dinge, die wir eigentlich auf Bühnen oder in Seminarräumen machen würden, online zu machen. Ich habe Jasmin Schreiber, Mareike Fallwickl, Nora Hespers, Fabian Navarro und Wolfgang Tischer gefragt, wie das bei ihnen so aussieht und funktioniert und was sie für Tipps haben. Noras Projekte sind unter anderem „Die Anachronistin“ und „Was denkst du denn„. Mareikes aktueller Roman ist „Das Licht ist hier viel heller„, Fabians Textwerkstatt auf Twitch heißt Stream&Drang, er verwendet Streamlabs OBS und das Elgato Wave 3. Kürzlich erschienen ist „poesie.exe„, unter anderem mit Texten vom Eloquentron 3000. Jasmin ist auf Twitter als @LaVievagabonde unterwegs, ist Roman ist „Marianengraben“ und zusammen mit Lorenz Adlung macht sie „Bugtales.FM“ mit einem AKG Lyra. Wolfgang Tischer nutzt OBS, das Streamdeck von Elgato und das Rodecaster Pro. Immer wieder bin ich bei ihm im Podcast von Literaturcafe.de zu hören. Wenn ihr Kommentare, Anmerkungen oder Fragen habt, eine Sprachnachricht an 0049 177 6024702. Einfach abschicken.

Immer noch wach. Ab Februar gibt’s meinen neuen Roman

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In Kürze: Im Februar erscheint mein Roman „Immer noch wach“ bei Haymon, vorbestellbar ab jetzt, bei Genialokal, Amazon, Hugendubel, Thalia und im besten Fall auch bei der kleinen Buchhandlung bei euch um die Ecke. Ich freue mich sehr und halte auf dem Laufenden.

Fabian Neidhardt gelingt das Kunststück, ungeschönt von Abschied und Neubeginn zu schreiben – und durch diese harte und witzige und aufwühlende Geschichte ein Menschenleben in packender Weise erfahrbar zu machen. Er meistert einen erstaunlichen Balanceakt: Einfühlsam und rasant erzählt der Roman von nichts Geringerem als dem finalen Ende – und davon, wie fantasievoll widerspenstig man dem Tod begegnen kann.

Robert Prosser über „Immer noch Wach“

5 schöne Dinge

Ein „Spiel“ von Siobhan O’Connor:

Wir haben nur sehr wenig Zeit, die wir gemeinsam verbringen dürfen. Wir können schöne Dinge entweder bemerken oder eben nicht. Ich empfehle, es zu tun.
Ich fange an. Dann ihr. Sagt mir, was ihr gefunden habt.

We only have a tiny spot of time together. We can notice, or we can not notice, nice things. I recommend the former.
So I’m going to go first. Then you go. Let me know what you come up with.

Hier also fünf schöne Dinge von mir.

  1. Schwarztee mit Zitrone. Seit ich denken kann, gibt’s im Haushalt meiner Familie Schwarztee mit Zucker und Zitrone. Ab dem Frühstück Kanne für Kanne bis zum Abend. Nach meinem Auszug habe ich im Laufe der Zeit einige Glaskannen kaputtgemacht, bis ich mir vor ein paar Jahren eine 1,7 Liter Herbergskanne aus Edelstahl besorgt habe, die ich besonders in den letzten Monaten mindestens einmal am Tag leere.
  2. Mario Kart Tour. Anfang des Jahres irgendwann damit angefangen, seitdem jeden Tag ein paar Runden. Macht mich glücklich. Wer befreundet sein will: 4861 6651 5035
  3. Spaziergänge. Ist mein einziger Sport. Also strebe ich danach, im Wald spazierenzugehen. Ein gutes Hörbuch oder ein gutes Gespräch, frische Luft, ein Lächeln für entgegenkommende Menschen und Tiere. Wenn kein:e Freund:in dabei ist, dann meine
  4. Kopfhörer. Meine Beyerdynamic Custom One liegen mir seit Jahren gut auf den Ohren. Ersatzteile dafür bekomme ich direkt vom Hersteller, der den Großteil der Produkte in Deutschland produziert.
  5. egoFM. Spotify spuckt eigentlich ganz gute Musik für nebenher aus und das alte Format Radio habe ich schon lang nicht mehr genutzt. Seit Anfang des Jahres aber habe ich über eine Freundin egoFM für mich entdeckt. Sie nennen sich das Radio für Musikentdecker und das ist die beste Beschreibung. Werbung ist da, aber erträglich, die Moderation ist selbstbewusst und immer mal wieder auf sympathischste Art von Zuhause aus, nicht jeder Song taugt mir. Aber es funktioniert richtig gut, besonders, um am Morgen durch die Küche zu tanzen. Und eben neue Musik zu entdecken.

Und ihr so?

Was übrig bleibt: „Der Buddha, die Gottheit, wohnt in den Schaltungen eines Digitalrechners oder den Zahnrädern eines…“

“Der Buddha, die Gottheit, wohnt in den Schaltungen eines Digitalrechners oder den Zahnrädern eines Motorradgetriebes genauso bequem wie auf einem Berggipfel oder im Kelch einer Blüte. Wer das nicht wahrhaben will, erniedrigt den Buddha – und damit sich selbst.”

Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten – Robert M. Pirsig
Originalpost auf „was übrig bleibt“, eine Sammlung unterstrichener Sätze, gefundener Worte & liegengebliebener Gedanken aus Büchern, die wir lesen und lieben.